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Eine Wohnungskatze zu beschäftigen heißt: täglich zwei bis drei kurze Jagdspiele mit einem interaktiven Spielzeug, dazu Futter oder Snacks, die sie suchen und erarbeiten muss. Das Jagdspiel endet idealerweise mit einem Snack, weil die Katze dann die komplette Sequenz erlebt: lauern, jagen, fangen, fressen.
Eine Katze, die drinnen lebt, hat alles, nur keine Beute. Ihr Tag besteht aus Schlafen, Fressen aus dem Napf und Warten. Das ist bequem, aber nicht artgerecht, und es zeigt sich oft in Übergewicht, nächtlichem Randalieren, Kratzen an Möbeln oder Dauer-Miauen. Nichts davon ist Charakter. Es ist Langeweile.
Katzen haben ein festes Programm im Kopf: Beute entdecken, anschleichen, lauern, hetzen, fangen, töten, fressen. Jedes Spiel, das Teile dieser Kette abdeckt, ist für die Katze befriedigend. Jedes Spiel, das sie mittendrin abbricht, hinterlässt Frust.
Deshalb der wichtigste Tipp: Lass die Katze gewinnen. Am Ende des Spiels fängt sie die Beute, hält sie fest und bekommt einen Snack. Der Snack ist das „Fressen“ in der Sequenz, der Abschluss, nach dem die Katze sich putzt und abschaltet. Ein Spiel ohne Abschluss, zum Beispiel ein Laserpunkt, der einfach verschwindet, macht Katzen auf Dauer nervös.
| Baustein | Was es abdeckt | Aufwand für dich |
|---|---|---|
| Katzenangel, Schnurspielzeug | Anschleichen, hetzen, fangen | 10 bis 15 Minuten, zweimal täglich |
| Snackball, Futterball | Beute erarbeiten, Beschäftigung ohne dich | Einmal befüllen |
| Fummelbrett | Pfoten einsetzen, Geduld, Geruchssinn | Einmal befüllen, gelegentlich umbauen |
| Futtersuche in der Wohnung | Entdecken, anschleichen, Revier kontrollieren | Fünf Minuten verstecken |
Die Angel ist das wichtigste Spielzeug, weil du die Beute lebendig machen kannst. Beute läuft von der Katze weg, nicht auf sie zu. Sie versteckt sich hinter Ecken, raschelt unter einer Decke, bleibt kurz liegen und zuckt dann. Variiere das Tempo: langsam schleichen, kurz sprinten, Pause.
Zwei Einheiten am Tag, je 10 bis 15 Minuten, morgens und abends, reichen den meisten Katzen. Am Ende das Spielzeug fangen lassen und einen Snack geben. Dann die Angel wegräumen. Eine Angel, die ständig herumliegt, ist nach drei Tagen tot. Eine, die nur zum Spielen erscheint, bleibt spannend.
Ein Snackball ist ein hohler Ball mit Öffnung, aus dem Stücke fallen, wenn die Katze ihn rollt. Du füllst ihn mit kleinen, trockenen Snacks oder einem Teil des Trockenfutters, und die Katze arbeitet dafür. Das dauert, es bewegt sie, und es passt perfekt in die Zeit, in der du nicht da bist.
Wichtig: Was im Ball ist, zählt zum Tagesbudget. Snacks bleiben bei höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie. Bei einer Katze mit Übergewicht füllst du den Ball mit Trockenfutter aus der normalen Ration, nicht mit Extras.
Ein Fummelbrett besteht aus Röhren, Mulden und Hindernissen, aus denen die Katze Stücke mit der Pfote herausangeln muss. Du kannst es kaufen oder aus Eierkartons, Klopapierrollen und Muffinformen selbst bauen. Es trainiert Geduld und Geschicklichkeit, und viele Katzen bleiben länger dran als an jedem anderen Spielzeug.
Verteile die Tagesration oder ein paar Snackstücke an verschiedenen Stellen: auf dem Kratzbaum, hinter dem Sofa, auf der Fensterbank, in einer offenen Schachtel. Die Katze patrouilliert, schnuppert, findet. Am Anfang machst du es leicht und zeigst die Stellen, später wird es schwieriger. Für eine Wohnungskatze ist das der nächstmögliche Ersatz für das Revier draußen.
Das ist weniger als eine Stunde am Tag, und der größte Teil davon läuft ohne dich.
Meistens am Spielzeug oder an der Führung. Ein Spielzeug, das still liegt, ist keine Beute. Beweg es wie ein Tier: weg von der Katze, in Deckung, mit Pausen. Probiere verschiedene Formen, Federn, Schnüre, raschelndes Papier. Katzen, die lange nicht gespielt haben, brauchen ein paar Tage, bis der Jagdtrieb wieder anspringt.
Eine zweite Katze ist Gesellschaft, aber kein Ersatz für Jagdspiel. Zwei Wohnungskatzen, die beide nichts zu tun haben, langweilen sich zu zweit. Spiel und Futtersuche bleiben nötig, dann idealerweise getrennt, damit die ruhigere Katze nicht leer ausgeht.
So viel, wie in das Tagesbudget passt, also höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie. Brich Stücke klein, dann reichen ein paar Gramm für zwei Jagdspiele und eine Futtersuche. Bei Katzen mit Übergewicht nimm Stücke aus der normalen Futterration statt zusätzlicher Snacks.
Unter Spielzeug findest du Katzenangel, Filzmaus und Snackball, mit denen die Jagdsequenz funktioniert. Zur Vorratsbox unter Snack-Sets gibt es ein Spielzeug gratis dazu, damit das Jagdspiel und der Abschluss-Snack zusammen ankommen.
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